Wertpapierbörse

Eine Wertpapierbörse ist ein Ort, an dem im Gegensatz zu einer Warenbörse ausschließlich Wertpapiere und sich auf diese Papiere beziehende Derivate gekauft und verkauft werden. Neben Aktien von börsennotierten Unternehmen werden an einer Wertpapierbörse insbesondere Rentenpapiere wie Anleihen gehandelt. Ebenfalls zum Handel zugelassen sind ETPs (Exchange Traded Products), also börsengehandelte Finanzprodukte wie beispielsweise die zunehmend beliebten ETFs (börsengehandelte Indexfonds).

Die mit Abstand größte Börse der Welt findet sich mit der New York Stock Exchange (NYSE) in den Vereinigten Staaten. An dem Handelsplatz an der Wall Street werden täglich mehrere Milliarden Aktien gehandelt. Zu den weiteren im Hinblick auf Handelsvolumina und Marktkapitalisierung der gelisteten Titel wichtigsten Wertpapierbörsen der Welt zählen die US-Technologiebörse Nasdaq und die Tokyo Stock Exchange (JPX). Auch in London, Shanghai, Shenzhen, Hong Kong und Bombay finden sich Börsenplätze von weltweiter Bedeutung. In Deutschland hat der Handelsplatz Frankfurt die Funktion der Leitbörse inne.

Wertpapierbörse vs. OTC-Handel

Der Handel an einer Wertpapierbörse steht im Gegensatz zum Over-the-Counter (OTC)- oder außerbörslichen Handel. Der außerbörsliche Direkthandel wird unmittelbar zwischen Marktteilnehmern – etwa im Interbankenhandel zwischen zwei Kreditinstituten – abgewickelt. Die Börse als Vermittlungsinstanz zwischen den beiden Parteien entfällt also im OTC-Handel.

Der Vorzug des Handels an einer Wertpapierbörse liegt in der Regulierung der Akteure. Bei über die Börse vermittelten Transaktionen unterliegen sowohl die börsennotierten Unternehmen als auch Käufer und Verkäufer besonderen Vorschriften. Insbesondere Emittenten haben für die Börsennotierung Pflichten und Maßgaben zu erfüllen, darunter unter anderem die Transparenzpflicht. Die Vorgaben können von Börse zu Börse unterschiedlich ausfallen. Für die Nasdaq ist beispielsweise ein Unternehmenswert von 70 Mio. US-Dollar Voraussetzung für eine Notierung, an der New York Stock Exchange muss ein Unternehmen einen Marktwert von 100 Mio. US-Dollar nachweisen

Wertpapierbörsen in Deutschland

Deutschland verfügt über eine reiche Börsenlandschaft mit insgesamt acht Wertpapierbörsen:

  • Die Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) ist die deutsche Leitbörse und setzt sich aus dem Handelsplatz für Privatanleger, der Börse Frankfurt, und der für den professionellen Handel entwickelten elektronischen Handelsplattform Xetra zusammen. In Summe finden rund 90 Prozent des Wertpapierhandels in Deutschland über die FWB statt – das macht Frankfurt zur größten Börse Deutschlands und zu einem der weltweit umsatzstärksten Börsenplätze. Gehandelt werden an der Parkettbörse und der Xetra-Plattform sowohl deutsche als auch internationale Aktien.
  • Die Tradegate Exchange ist eine Wertpapierbörse mit Sitz in Berlin, die ihren Ursprung in einem außerbörslichen Handelssystem hat. Im Jahr 2009 wurde ihr der Status einer von der Börsenaufsichtsbehörde anerkannten Börse verliehen, das macht die Tradegate Exchange zur ersten seit 1861 neu genehmigten Wertpapierbörse in Deutschland. Sie befindet sich zu 75 Prozent im Besitz der Deutschen Börse AG, welche auch die Frankfurter Wertpapierbörse betreibt. Der Fokus liegt auf dem Wertpapierhandel mit Aktien, Rentenpapieren, Investmentfonds, börsengehandelten Fonds (ETF), Rohstoffzertifikaten (ETC) und Inhaberschuldverschreibungen (ETN) für Privatanleger.
  • Die Stuttgarter Wertpapierbörse ist nach der elektronischen Handelsplattform Xetra und der Tradegate Exchange Deutschlands drittgrößter Handelsplatz für Wertpapiere. Obwohl eine der jüngsten Börsen im Lande, zeichnet Stuttgart für etwa 35 Prozent des Orderbuchumsatzes im deutschen Parketthandel verantwortlich. Der Handel umfasst neben Aktien, Anleihen, börsengehandelten Fonds (ETF) und Genussscheinen auch Zertifikate. Letztere werden über die zur Stuttgarter Börse gehörende Terminbörse EUWAX gehandelt und machen einen Gutteil des Handelsvolumens aus.
  • Die Hanseatische Wertpapierbörse ist eine der vier Einzelbörsen der ältesten aktiven Börse in Deutschland, der Hamburger Börse. In einigen Segmenten des Fondshandels gilt Hamburg als Marktführer, so werden hier unter anderem auch standardmäßig nicht börsengehandelte Investmentfonds im Zweithandel gekauft und verkauft. Ein Handelsschwerpunkt liegt im Bereich von Wertpapieren mit maritimem Bezug und Immobilienpapieren.
  • Die Niedersächsische Börse Hannover wird zusammen mit der Hanseatischen Wertpapierbörse in gemeinsamer Trägergesellschaft der BÖAG Börsen AG betrieben. Sowohl die Börse Hannover als auch ihre Hamburger Schwesterbörse sind für Privatanleger von eher untergeordneter Bedeutung.
  • Die Börse Düsseldorf ist die dritte Börse Deutschlands, die unter der Trägerschaft der BÖAG Börsen AG betrieben wird. Der Aktienhandel beschränkt sich größtenteils auf Papiere von Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen, darüber hinaus werden Anleihen, ETFs, ETCs und Investmentfonds gehandelt. Die Börse verfügt über einen eigenen Primärmarkt.
  • An der Börse München werden Aktien, Rentenpapiere, Investmentfonds, börsengehandelte Fonds (ETF) und Rohstoffzertifikate (ETC) aus über 60 Ländern gehandelt. Ihre Bedeutung in der deutschen Börsenlandschaft verdankt sie insbesondere ihrem Status als Heimatbörse zahlreicher DAX-Aktiengesellschaften wie BMW, Siemens Allianz oder auch MAN. Auch das elektronische Handelssystem gettex hat hier seine Heimat.
  • Die Börse Berlin ist eine der ältesten Wertpapierbörsen in Deutschland und befindet sich heute im Besitz der Tradegate Exchange GmbH. Der Handel umfasst Aktien, Anleihen, Fonds, ETFs und ETCs.

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