An der Börse Geld anlegen

Die Niedrigzinsphase im Anschluss an die Finanzkrise 2008 hat sich mittlerweile zu mehr als einer Dekade der Minimalzinsen ausgeweitet. Spätestens mit dem Beginn der Negativverzinsung, die von immer mehr Banken auch an ihre Endkunden weitergegeben wird, haben auch die treuesten Sparbuch-Anhänger realisiert, dass mit dieser Art der Festzinsprodukte keine auskömmlichen Erträge mehr zu erzielen sind. Da sich die Hoffnungen auf ein steigendes Zinsniveau zuletzt ein übers andere Mal zerschlagen haben, wenden sich immer mehr Anleger den börsengehandelten Wertpapieren zu. Doch welche Möglichkeiten gibt es und was gilt es zu beachten, wenn man an der Börse Geld anlegen möchte?

Wertpapierarten an der Börse

Wer mehr aus seinem Geld machen und an der Vermögensbildung arbeiten will, kommt im Moment an der Börse kaum vorbei. Doch auf den ersten und vielleicht sogar zweiten Blick scheint das Wertpapierangebot unüberschaubar. Aktien, Anleihen, Zertifikate, Optionsscheine, ETPs, ETFs, klassische Investmentfonds und vieles mehr: Anlegen mit Wertpapieren kann viele Formen annehmen. Nicht zuletzt in dieser Vielfalt des Anlageuniversums und der Komplexität der unterschiedlichen Wertpapierarten liegt die Zurückhaltung vieler Anleger gegenüber der Geldanlage an der Börse begründet. Dabei bieten die verschiedenen Wertpapierarten vielfältige Möglichkeiten, mit dem gewünschten Risikoprofil an der Börse Geld anzulegen. Mit der Wahl der passenden Assetklasse lässt sich das Börseninvestment an die individuellen Ziele und die Risikobereitschaft des jeweiligen Anlegers anpassen. Im Folgenden ein kleiner Überblick über drei der wichtigsten an der Börse handelbaren Papiere.

Mit Aktien an der Börse Geld anlegen

An der Börse lässt sich auf vielerlei Arten Geld anlegen. Zu den wohl bekanntesten börsengehandelten Produkten zählt die klassische Unternehmensbeteiligung, die Aktie. Aktien verbriefen die Miteigentümerschaft an einer Aktiengesellschaft, repräsentieren also einen gewissen Anteil am Grundkapital des Unternehmens. Mit dem Erwerb des Wertpapiers wird der Anleger Gesellschafter der Aktiengesellschaft und hat Anspruch auf einen Teil der Unternehmensgewinne, die seinem Kapitalanteil entsprechen.

Und über Aktien an der Börse Geld anlegen lohnt sich. Zwar zählt die Angst vor stärkeren Kursschwankungen zu den größten Befürchtungen von (potenziellen) Aktienkäufern, weshalb sich insbesondere in Deutschland zahlreiche Anleger durch dieses vermeintlich hohe Risiko von Aktieninvestments abschrecken lassen. Was viele jedoch vergessen, ist, dass die Volatilität auch ihre guten Seiten hat. Denn auch Kursbewegungen nach oben tragen zu der Schwankungsbreite der Börsenkurse bei, und diese führen zu einer der gewünschten Ergebnisse einer Aktienanlage: den Kursgewinnen.

Allen zwischenzeitlich auftretenden Kursdämpfern zum Trotz: Wer an der Börse Geld anlegen möchte, ist mit Aktien gut beraten. Insbesondere für langfristig anzulegendes Kapital bietet der Aktienmarkt weitaus höhere Renditen als andere Anlagelassen. Dies wird durch langjährige Datenerhebungen belegt. So haben sich beispielsweise auf dem Deutschen Aktienindex basierende Kapitalanlagen in den vergangenen Jahren auf lange Sicht stets bezahlt gemacht: Langfristige, dem DAX entsprechend gewichtete Investments in die 30 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands brachten in den letzten 30 Jahren eine durchschnittliche Jahresrendite von rund sieben Prozent.

Gehandelt werden Aktien an den verschiedenen Börsenplätzen der Welt. In Deutschland ist die Börse Frankfurt der größte und wichtigste Handelsplatz, über das Wertpapier-Depot der MERKUR PRIVATBANK haben Anleger Zugang zu allen inländischen Börsen sowie zu ausgewählten ausländischen Börsenplätzen.

Mit Anleihen an der Börse Geld anlegen

Während sich Aktien als die renditestärkste unter allen Assetklassen profilieren, punkten Anleihen für Investoren, die an der Börse Geld anlegen wollen, mit einem anderen Positivaspekt: Die Investition in die festverzinslichen Wertpapiere gilt als vergleichsweise risikoarme Geldanlage. Dabei handelt es sich bei Anleihen grundsätzlich um Schuldverschreibungen: Der Käufer der Anleihe überlässt dem Herausgeber des Papiers, dem Emittenten, für einen gewissen Zeitraum eine festgelegte Summe. Hierfür wird der Inhaber der Anleihe mit einer regelmäßigen Zinszahlung entschädigt. Die Anleihe verbrieft das Recht des Inhabers auf die Rückzahlung des geliehenen Kapitals sowie den Anspruch auf Verzinsung der investierten Summe. Während Anleger mit dem Kauf von Aktien Miteigentümer eines Unternehmens werden, sind Besitzer von Anleihen Gläubiger. Dementsprechend zählt das in Aktien investierte Kapital zum Eigenkapital des Unternehmens, der Käufer einer Anleihe hingegen stellt dem Emittenten – ähnlich wie eine Bank bei einem Kredit – hingegen Fremdmittel zur Verfügung.

Über die Ausgabe von Anleihen können sich die Emittenten also mit Kapital versorgen. Als Herausgeber der Wertpapiere können dabei neben Unternehmen aus Industrie und Handel (Unternehmensanleihen) auch Banken und andere Institutionen sowie Staaten (Staatsanleihen) auftreten. Hierzulande besonders bekannt sind die Deutschen Staatsanleihen, die Bundesanleihen oder "Bunds".

Anleihen werden von Anlegern gern als Alternative zu Sparbriefen sowie Fest- bzw. Termingeldern genutzt, da sie gegenüber den Bankeneinlagen oft höhere Zinserträge bieten. Investoren, die über Anleihen an der Börse Geld anlegen, erhalten über die gesamte Laufzeit eine sichere und in der Regel gleichbleibende Verzinsung, am Ende der Laufzeit erhalten Anleger den Nennwert der Anleihe, also die investierte Summe, zu 100 Prozent wieder ausbezahlt. Anleihen können jedoch auch vor Laufzeitende wieder verkauft werden – dies kann beispielsweise im Fall von seit dem Kaufzeitpunkt gestiegenen Anleihekursen Sinn machen, um mit dem Verkauf einen Kursgewinn zu erzielen. Das Besondere: Anders als etwa bei Aktien wird der Kurs einer Anleihe nicht in einer Währung, sondern in Prozent des Nennwerts angegeben.

Mit ETFs an der Börse Geld anlegen

Wer an der Börse Geld anlegen möchte, kann dies nicht nur über den Kauf von einzelnen Wertpapieren umsetzen. Vielmehr sind Investitionen in Aktien, Anleihen und eine Vielzahl anderer Anlageklassen auch über Fonds möglich. Hier sammelt eine Investmentgesellschaft Geld von zahlreiche Anlegern ein und legt dieses in viele Einzeltitel, beispielsweise Aktien, an. Mischfonds investieren darüber hinaus in verschiedene, unterschiedlich riskante Assetklassen. Die Vorteile des Fondsprinzips: Durch die Verteilung des Fondsvermögens auf viele Werte streuen Fonds das Anlagerisiko, eventuelle Verluste eines einzelnen Titels wirken sich auf die Gesamtrendite weniger stark aus, da sie in der Regel durch die Gewinne anderer Anlagen wettgemacht werden können. Der Kauf von Fondsanteilen ermöglicht Kleinanlegern also, bereits mit geringem Kapitaleinsatz gut diversifiziert an der Börse Geld anzulegen.

In den letzten Jahren hat sich eine Spielart unter den Fonds besonders hervorgetan: Börsengehandelte Indexfonds, sogenannte „Exchange Traded Funds", kurz ETFs. Bei dieser Unterart handelt es sich um passiv gemanagte Fonds, die keine aktiven Anlageentscheidungen treffen, sondern einen bestimmten Markt, beispielsweise die Aktien der wichtigsten Unternehmen einer Branche oder Region, abbilden. Dies erfolgt meist durch die Nachbildung wichtiger Börsenindizes wie dem DAX, MSCI World oder S&P 500. ETFs investieren also breit gestreut in ganze Märkte und punkten dabei vor allem mit einem: Ihrem entscheidenden Kostenvorteil gegenüber aktiv gemanagten Investmentfonds, deren Erträge oft von Verwaltungsgebühren gemindert werden. Einige ETFs hingegen locken mittlerweile sogar mit Nullgebühren. Dabei können ETFs wie Aktien und andere Wertpapiere einfach über die Börse gekauft und verkauft werden und bieten somit eine bequeme Möglichkeit, mit vergleichsweise geringen Summen und breit gestreut an der Börse zu investierten.

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