Was ist Tradegate Exchange?

Die Tradegate Exchange ist eine 2009 gegründete Wertpapierbörse mit Sitz in Berlin. Sie befindet sich zu 75 Prozent im Besitz der Deutschen Börse AG, welche auch die Frankfurter Wertpapierbörse betreibt. Die Spezialisierung von Tradegate liegt in der Ausführung von Wertpapieraufträgen von gebührenbewussten Privatanlegern, wobei der Fokus auf den Handel mit Aktien, Anleihen, Investmentfonds sowie einer großen Bandbreite von Exchange Traded Products (ETP) gerichtet ist. Im Zentrum der Ausrichtung auf private Investoren steht bei Tradegate das Gebühren-Modell: Der Handel läuft ohne Börsenentgelte und Courtage ab.

Die Anfänge im Jahr 2001

Ihren Ursprung hat die Tradegate Exchange in einem außerbörslichen Handelssystem, das noch heute das Herzstück der Börse ausmacht. Das System ging im Jahr 2001 an den Start und gilt als erstes elektronisches Handelssystem in Deutschland für die sofortige automatische Ausführung von außerbörslichen Wertpapieraufträgen. Von der Tradegate als Börse spricht man seit 2009, in diesem Jahr wurde der Handelsplattform von der Börsenaufsichtsbehörde des Landes Berlin die Börsengenehmigung erteilt. Somit ist die Tradegate Exchange die erste seit 1861 neu genehmigte Wertpapierbörse in Deutschland und löste im Zuge dessen die Börse Stuttgart als jüngsten deutschen Börsenplatz ab. Regulatorisch gesehen ist die Tradegate Exchange ein regulierter Markt im Sinne der EU-Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID).

Handel auf Tradegate ohne Gebühren

Der zentrale Vorteil für Privatanleger beim Handel auf Tradegate liegt in der Gebühren-Struktur: Auf der elektronischen Handelsplattform fallen keinerlei börsenseitige Transaktionsentgelte oder Makler-Courtagen an. Infolgedessen muss der Anleger lediglich die Tradingkosten bei seinem Broker im Blick behalten – bei dem Wertpapierdepot der MERKUR PRIVATBANK dank der Festpreise ein Leichtes. So lässt sich über die Tradegate Exchange ein gebühren- und kostenbewusstes Handelskonzept realisieren.

Rund 14.000 Wertpapiere bei der Tradegate Exchange handelbar

Das Börsengeschäft bei der Tradegate Exchange besteht im Direkthandel mit Wertpapieren von Aktien über Anleihen und Investmentfonds bis hin zu ETP. Beteiligt sind aktuell um die 30 Handelsteilnehmer aus Deutschland, Österreich und Großbritannien. Gelistet wird ein breites Spektrum an Wertpapieren, darunter:

  • über 4.700 Aktien aus Deutschland, Europa, Asien und den USA
  • 2.800 Anleihen
  • 2.000 Investmentfonds
  • 1.700 ETP (ETF, ETC und ETN)

Insgesamt sind rund 14.000 Wertpapiere bei Tradegate ohne Gebühren handelbar.

Exchange Traded Products

Neben Aktien, Anleihen und Fonds gehört der Handel mit Exchange Traded Products (ETP) zum Kerngeschäft der Tradegate Exchange. Bei ETP handelt es sich um Wertpapiere, die wie Aktien an der Börse gehandelt werden. Die Investmentprodukte funktionieren, indem sie den ihnen zugrunde liegenden Index möglichst exakt abbilden und so eine dem Basiswert vergleichbare Wertentwicklung erzielen. Somit lässt sich mit ETP an der Kursentwicklung von anderen Finanzinstrumenten wie Aktien, Anleihen, Rohstoffen oder auch Währungen teilhaben.

Da die ETP ihrem zugrundeliegenden Basiswert folgen, handelt es sich bei ihnen um passive Finanzprodukte mit entsprechend niedrigeren Verwaltungsgebühren gegenüber ihren aktiv gemanagten Pendants. Dank der Gebühren-Struktur bei Tradegate kommen Anleger in den vollen Genuss dieses positiven Kostenfaktors von ETP.

Der wohl bekannteste Vertreter der Exchange Traded Products sind die Exchange Traded Funds (ETF). Ebenfalls zur Kategorie der ETP zählen jedoch auch die Exchange Traded Commodities (ETC) und Exchange Traded Notes (ETN) – alle drei lassen sich auf der Tradegate Exchange ohne börsenseitige Gebühren handeln.

Exchange Traded Funds (ETF) sind börsengehandelte, offene Investmentfonds, welche die Wertentwicklung unterschiedlichster Assetklassen widerspiegeln können. Einem ETF können neben Aktienindizes beispielsweise auch Renten-, Immobilien- oder Rohstoffindizes als Basiswerte zugrunde liegen.

Exchange Traded Commodities (ETC) sind an die Wertentwicklung von Rohstoffen gekoppelt und bilden entweder einzelne Rohstoffe, Rohstoffkörbe, Rohstoff-Futures oder einen Rohstoffindex nach. Rechtlich gesehen stellen ETC eine Sonderform von Zertifikaten dar, sind also unbefristete, besicherte Schuldverschreibungen.

Auch bei Exchange Traded Notes (ETN) handelt es sich um börsengehandelte Schuldverschreibungen, die die Kursentwicklung eines Basiswerts nachbilden. Der Unterschied zu ETC liegt darin, dass ETN unbesichert sind und sich an Referenzindizes außerhalb des Rohstoffsektors orientieren.

Erweiterte Handelszeiten

Die Tradegate Exchange punktet neben dem günstigen Gebühren-Modell und dem breiten Wertpapier-Spektrum insbesondere mit ihren großzügig gefassten Handelszeiten. Auf der Plattform werden

  • Aktien von 8.00 bis 22.00 Uhr
  • ETP von 8.00 bis 22.00 Uhr
  • Anleihen von 8.00 bis 20.00 Uhr
  • Fonds von 8.00 bis 20.00 Uhr

gehandelt.

Dank dieser langen Handelszeiten haben Anleger bei der Tradegate Exchange die Möglichkeit, auch nach den Öffnungszeiten anderer Regionalbörsen flexibel auf Marktentwicklungen dies- und jenseits des Atlantiks zu reagieren.

Das Wertpapierdepot bei der MERKUR PRIVATBANK

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